Stabat Mater: Erfolgreiche Konzerte in Sempach, Zürich und Kriens

Mit grosser Freude blicken wir auf die Aufführungen des Werks “Stabat Mater” von Karl Jenkins zurück.
Es war toll, in drei verschiedenen Kirchen in Sempach, Zürich und Kriens zu singen und Teil eines Grossprojektes sein – eine einmalige Gelegenheit!

Die Sempacher Woche (inkl. Foto) berichtete wie folgt über das Konzert in Sempach:

Trauer Marias spürbar gemacht
Zwei Chöre präsentierten eine ganze Palette an Emotionen

Wer am vergangenen Sonntag abends in die Pfarrkirche Sempach ging, durfte ein aussergewöhnliches Konzert geniessen. Unter der Leitung von Sven-David Harry vermochten zwei Chöre und ein Orchester mit Stabat Mater die ganze Palette an Emotionen heraufzubeschwören, die ein solches Werk beinhaltet.

Stabat Mater ist der Ausdruck der Trauer der Jungfrau Maria, während sie die Kreuzigung ihres Sohnes Jesus erleben muss. Sven-David Harry führte für diese musikalische Projekt die beiden Chöre Echor Sempach und Joy Singers Zürich zusammen. Begleitet wurden die Chöre von dem Orchester Kriens-Horw, welches ebenfalls unter der Leitung von Harry steht. Zusammen mit der Mezzosopranistin Ursina Andrea Patzen sangen sie von Leid, Trauer, Verzweiflung, Wut und versöhnlicher Hoffnung. Kurz, dem Publikum wurde auf aussergewöhnliche und eindrückliche Weise die Sicht der Jungfrau Maria aufgezeigt, währenddem ihr ihr Sohn weggenommen wurde.

Spannend und abwechslungsreich
In Jenkins Stabat Mater findet man nicht nur lateinische Texte, sondern solche in hebräischer, aramäischer, griechischer und englischer Sprache. Der Komponist fügte diese weiteren Texte hinzu, um zu betonen, dass Trauer die Menschen aller Kulturen und Epochen bewegt. Entsprechend dieser Sprachänderungen gestaltet sich das Werk sehr abwechslungsreich. Des Weiteren wird durch den Wechsel der Tonarten und den häufigen Abtausch von Dissonanz und Harmonie eine Spannung erzeugt, die einen in Bann zieht und nicht mehr loslässt. Das Werk lebt von Kontrasten. Pompöse und dramatische Stücke jagen die lieblich versöhnlichen Klänge, glorreiche, perkussive Elemente alternieren mit leisen, klagenden Tönen.

Allgemeine Begeisterung
Die meisterhafte Leistung aller Musizierenden überzeugte Gross und Klein. Sven-David Harry liess den Funken Leidenschaft auf sein Orchester und seine Chöre überspringen, was am Ende in einem Waldbrand der Begeisterung endete. Die Solistin Ursina Andrea Patzen verlieh mit ihrer warmen Stimme der Aufführung einen zusätzlichen Glanz. Die anhaltende stehende Ovation am Ende des Konzerts war sicherlich mehr als verdient.

Denjenigen, welchen der Besuch dieser mitreissenden Aufführung nicht möglich war, kann nur wärmstens empfohlen werden, sich das Werk am nächsten Samstag in Zürich oder am Sonntag in Kriens anzuhören.

Text: Nora Rickli